Und das sagen die Mitspieler:
Stimmen wärend der RPC 2009 in Köln
Sabine D. (26) aus Frankfurt
Michael S. (32) aus Wiesbaden
Torsten (22) aus Pulheim
* Interessante Szenarien sind möglich zu erstellen.
* Hebt sich durch das umfangreiche Würfelsystem von anderen Rollenspielen ab
* Bietet durch die historische Vorlage einfachen Zugang für Material für weitere Abenteuer
Simon (29)
* Gut sind das prozentbasierte Fertigkeitensystem und der Einsatz von W12,
die in anderen Rollenspielen fast nie Verwendung finden.
* Das Genre und der historische Hintergrund sind sehr originell und hebt das Spiel von anderen Rollenspielen ab.
* Die Illustrationen passen sehr gut zu dem Buch, besonders die vereinzelt auftauchenden bunten, detailreichen Bilder.
* Viele unterschiedliche, abwechslungsreiche Regelmechanismen, in die man rein kommen muss.
Sven (28) aus St. Sebastian
* Das Spiel ist einfach zu erklären und zu verstehen. Besonders für Rollenspieleinsteiger geeignet.
* Interessante Setting
* Eigene Abenteuer sind leicht und vielfältig zu erstellen, da viel über den Hintergrund recherchiert werden kann.
* Sehr viele verschiedene Würfel kommen zum Einsatz
Patrick
* Schnelles System. Spiel geht schnell voran und hält sich nicht lange mit einzelnen Aktionen auf.
* Sehr interessantes Setting, noch nicht abgegriffen.
* Regelsystem hat sehr viele Würfelmechanismen.
Irgendwann erzählte mir in der Schule einer meiner Klassenkammeraden von diesem doch etwas außergewöhnlichen Hobby und lud mich ein einfach mal mitzuspielen. So kam ich zum Rollenspiel. Dieses erste Spiel gehörte zu eben jenen Fantasyrollenspielen mit Elfen, Trollen und Magie von denen sich Brüderkrieg in seinem Grundszenario deutlich unterscheidet. Seitdem habe ich verschiedenste Arten von Rollenspielen gespielt, aber Brüderkrieg ist tatsächlich das erste System für mich, dass ganz ohne Magie und Fantasyelemente auskommt. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb bietet es sehr schöne Möglichkeiten für einen lustigen und dialogreichen Rollenspielabend. Durch den historischen Hintergrund und die umfangreiche Literatur, die es zu dieser Zeitepoche gibt, fällt es gerade Neulingen jeden Alters leichter, ins Spiel zu kommen. So hat doch jeder von uns schon den einen oder anderen Western gesehen.
Ein großer Vorteil dieses Systems ist der gutverständliche Schnelleinstieg. Gerade für jemanden wie mich, der lieber mit den Leuten spielt, als in Tabellen zu schmökern, war er sehr hilfreich. Aber selbst wer sich lieber etwas mehr Zeit nehmen möchte und das ganze Regelwerk durchliest (ein zukünftiger Spielleiter sollte das auf jeden Fall tun) wird durch den sehr übersichtlichen und strukturierten Aufbau schnell einen Zugang zum Spiel finden. Außerdem regen die treffenden Beispiele und das sehr ausführliche Kapitel über die Persönlichkeit des Spielercharakters gleich zu eigenen Abenteuern an.
Etwas Einzigartiges ist auch die Idee, des Bonusses beim Steigern von Fähigkeiten wenn eine zweckmäßige Anwendung dieser Fähigkeiten im Spiel erfolgt ist. Auf diese Weise wird eine Verbesserung in einer Fähigkeit direkt mit dem vorangegangenen Spiel verknüpft. Umgekehrt wird ein Spieler, wenn er sich in bestimmten Bereichen verbessern möchte angeregt sein Spiel entsprechend anzupassen, was wiederum zu einem schöneren Spiel für alle führt.
Ganz besonders wichtig bei Bürgerkrieg ist meiner Meinung nach, dass die Spieler sich bei der Erschaffung ihrer Charaktere vorher gut absprechen. Zu unterschiedliche Gesinnungen und Ziele der einzelnen Charaktere führen leider nie zu interessanterem Rollenspiel, sondern zur Aufsplittung der Gruppe, was es für den Spielleiter extrem schwer macht alle unter einen Hut zu bekommen.
Besonders für mich als Spielerin bietet der Hintergrund viele Möglichkeiten für die Charakterwahl, es ist aber umso wichtiger seinen Charakter mit dem Rest der Gruppe abzustimmen. So ist es zum Beispiel sehr anstrengend, eine Lady, die dem historischen Frauenbild entspricht, in einer Gruppe von Cowboys oder Banditen zu spielen und trotzdem einen guten Ruf bei den NSC zu behalten. Es ist in dieser Zeit auch eher unwahrscheinlich als Frau militärisch Karriere zu machen. Eine Ausnahme bildet natürlich die Gruppe der Sanitäter.
Natürlich kann frau sich entschließen eine Abenteurerin oder gar Revolverheldin zu spielen. Anders als bei den Fantasyrollenspielen wird sie hier aber viel eher auf Unverständnis bei den NSC treffen und ständig damit zu kämpfen haben anerkannt zu werden.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit. Frau spielt eine Hosenrolle. Nur ein Tipp: Versucht nicht in Klischees abzurutschen, also rumballern, saufen und dumme Witze machen nur um möglichst „männlich“ zu wirken. Es ist eh schon nicht leicht sich sein Gegenüber mit dem anderen Geschlecht vorzustellen, ein solches Verhalten macht es nicht einfacher, im Gegenteil.
Theoretisch bietet Brüderkrieg die Möglichkeit, jede beliebige Art von Spielercharakter zu spielen, allerdings ist die Auswahl der einzelnen Charakterklassen eben nun mal sehr auf den militärischen Bereich ausgerichtet. Zudem beschäftigt sich ein großer Teil des Regelwerks mit dem Durchführen von Kampfhandlungen. Es gibt extra Kampffähigkeiten und auf die verschiedenen Waffen wird sehr detailreich eingegangen. Wie bei allen Rollenspielen hat dies den Grund eine Handlung die sehr einschneidende Konsequenzen für den Spielercharakter haben kann (nämlich eben auch sein Ende) so fair und eindeutig wie möglich zu gestalten.
So kommt es, dass ein Spiel, das vom Miteinander der Einzelnen lebt ausgerechnet so viel Zeit auf die Beschreibung von Kampf verwenden muss. Letztendlich hängt es aber von den Spielern ab, in wie weit der Kampf eine Rolle spielt. Für einige Spieler ist er die Hauptsache überhaupt, andere sehen ihn als Bereicherung des Gesamtspiels und wieder andere, so wie ich, haben keine Lust Treffer auszuwürfeln und versuchen eben andere Wege zu gehen.
Ihr solltet ruhig mal verschiedene Arten von Charakteren ausprobieren. Das aller Wichtigste ist aber, dass wirklich alle in der Gruppe sich einbringen und ihren Spaß haben können!
zurückBei dem schönen Spiel Brüderkrieg habe ich als Charakter einen Sanitäter gespielt. Mein Charakter war in relativ kurzer Zeit zusammen gesetzt. An Hand der Anleitung konnte selbst ich als Rollenspiel Anfänger mit meiner Fantasie und etwas Geduld Stück für Stück den ersten eigenen Charakter zusammen fügen. In den mehreren Spielabenden hat der Spielleiter immer sehr spannende und persönlich fordernde Situationen geschaffen, die sehr realistisch von uns gespielt wurden. Dabei gab es dann auch Rückschläge von denen sich mein Charakter jedoch immer schnell erholen konnte, was ich sehr positiv empfand.
Ich konnte während des Spiels meinen Charakter verändern, er konnte sich richtig weiter entwickeln und Neues lernen. Fähigkeiten konnten sich langsam weiter entwickeln, was im Spiel sehr viel Spaß gemacht hat und klasse ist. Am besten hat mir der Realismus ohne Fantasiewesen oder ähnlichem gefallen.
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